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Als Referent bin ich deutschlandweit und zumeist  für Städte und Kommunen im Einsatz. Neben öffentlichen Fachvorträgen, gebe ich außerdem interne Schulungen.

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Dach- & Bauwerksbegrünungen

Fassadenbegrünungen


Fassadenbegrünungen sind flächige oder partielle Bedeckungen von vertikalen Bauwerksoberflächen durch Rank- und Kletterpflanzen. Eine Erweiterung der Fassadenbegrünung liegt vor bei der Anwendung zur Kaschierung von freistehenden Ingenieurbauwerken wie Brücken, Stützmauern, Lärmschutzwänden wie auch Zäunen und Masten. Jedoch ergeben sich funktionale Unterscheidungsmerkmale aus der Wuchsform und Oberflächenhaftung der Fassadenbegrünung. Es ist zu unterscheiden zwischen:

  1. Direktbegrünungen der Fassade durch selbstklimmende Pflanzen, die in der Regel flächig erfolgt.
  2. Abstandsbegrünungen der Fassade mittels konstruktiver Rank- und Kletterhilfen für Schlinger und Winder für flächige oder linienförmige Bereiche. Die  mit Formschnitt erzogenen Spalierpflanzen gehören ebenfalls als Sonderfall dazu.
  3. Hängende Fassadenbegrünungen. In Pflanzbehälter und Bankbeeten sowie auf Dachflächen wurzeln mehr oder weniger langtriebige Pflanzen oder Rank- und Kletterpflanzen, die ohne konstruktive Hilfen überhängend wachsen.
fassadenbegruenung1             fassadenbegruenung2

Wie sich aus den hängenden Fassadenbegrünungen ergibt, erfolgt die Anlage einer Fassadenbegrünung also nicht immer bodenschlüssig, obwohl dies der Regelfall ist.
Direkt- und Abstandsbegrünungen in Fassaden können auch von künstlichen Ebenen wie Dächern oder Decken von Tiefgeschossen aus realisiert werden. Damit unterliegen sie den gleichen vegetationstechnischen Bedingungen wie  Intensive Dachbegrünungen.
Die Pflanzenauswahl ist sehr reichhaltig, besteht jedoch weitgehend aus fremdländischen Arten und Sorten, die teilweise empfindlich sind und besondere Standortansprüche stellen. Der heimische Efeu gehört wie die seit langem eingebürgerten Formen des Wilden Weines zum relativ breit verwendbaren Grundsortiment. Dazu ist allerdings die richtige Sortenwahl ( z. B. Efeu etwa 100 Sorten) von grundlegender Bedeutung für die Dauerhaftigkeit der Fassadenbegrünung.

Die technische Eignung der Fassaden für eine Begrünung muss genau untersucht werden, weil Schäden durch Unterwachsungen und Schlingwirkung von Trieben und Einwachsungen von Haftorganen auf Anstrichen oder Beschichtungen erhebliche Schäden verursachen können.

Bau- und Vegetationstechniken in Detailbereichen

  1. Eignung der Fassadenoberfläche
  2. Eignung des Boden- und Fundamentbereiches
  3. Wurzelschutz im Fundamentbereich
  4. Statik der Rank- und Kletterhilfen
  5. Befestigung der Rank- und Kletterhilfen
  6. Gestaltung der Rank- und Kletterhilfen
  7. Pflanzenauswahl
  8. Bewässerung
  9. Pflege der Fassadenbegrünung
  10. Pflege der Fassade
         
 
 
 
 
 

 Literatur:

  1. Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Fassadenbegrünungen mit Kletterpflanzen FLL, Bonn Ausgabe 2000.
  2. ALTHAUS, C.
    Fassadenbegrünung
    Pazer Verlag, Berlin und Hannover 1987