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Steildachbegrünungen können problematisch sein |
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Seite 2 von 3 Erosionen an Vegetationsmatten - Flächenerosionen, meistens in fleckenartigen Ausbildungen
Ursachen: - Unzureichende Vegetationsdeckung beim Einbau.
- Nachträglicher Vegetationsverlust durch Trockenschäden.
- Ungeeignete Substratfüllung bzw. obere Substratabdeckung der Vegetationsmatten, wie zum Beispiel nur aus Kompost o. ä.Humuskomponenten.
Innere Erosion der Vegetationstragschicht (Suffosion) - Grobkörnige, rollige Struktur an der Substratoberfläche mit Kornverlagerungen dem Gefälle folgend.
- Vegetationsverlust insbesondere bei flachwurzelnden Pflanzenarten.
- Schlechte Wiederbesiedlung durch Selbstaussaat im oben liegenden Grobkorn.
- Abrutschungen der Vegetationstragschicht durch Ausbildung einer Gleitschicht aus Feinteilen auf der Unterlage.
Ursachen: - Mangelhafte Ausbildung der Körnungslinie entspr. FLL-Anforderungen, dadurch: Verlagerung von Feinteilen durch Wassereinwirkung in den unteren Bereich der Vegetationstragschicht.
- Entmischung des Substrates während des Transportes und Einbaues. Verschiedene Schäden an Vegetationsmatten die auch durch ständiges Begehen mit verursacht wurden.
Abrutschungen und Nachsackungen der Vegetationstragschicht - Wulstbildungen im Traufbereich.
- Teilabrutschungen in der Fläche.
- Vollflächige Abrutschungen als Totalverlust des Schichtenaufbaues.
Ursachen: - Mängel in der statischen Wirksamkeit von Schubsicherungskonstruktionen durch Stauchung oder Zugdehnung.
- Langsames Versagen von temporären Schubsicherungen (Holzlattengerüste im Schichtenaufbau) bei unzureichender Standfestigkeit des Begrünungsaufbaues durch Verwurzelungen.
- Unzureichende Verankerung von Schubsicherungen bzw.Abstützung an der Dachtraufe.
- Unzureichende, vollflächige Lagerstabilität der Vegetationstragschicht und Verzahnung des Substratgefüges mit der Unterlage z.B. durch raue Vliese, Rippenvliese oder Krallgewebe.
- Zu große Teilflächen innerhalb der Schubsicherungsfelder ohne ausreichende Abtragung der Schublasten auf die geotextile Schutzlage.
- Unzureichende Verdichtung des Substrates innerhalb der Schubsicherungsfelder, dadurch Absackungen und Spaltbildungen an den Hochpunkten.
- Punktuelle Schäden durch Trittbelastungen. Unzureichende Verwurzelung der Vegetationstragschicht und mit der lastabtragenden Unterlage (z.B.Vlies ) d.h. keine statische Wirkung des Schichtenaufbaues als “Scheibe“.
- Ausbildung einer unteren Gleitschicht durch Feinteilverlagerung nach unten (Innere Erosion).
Erhebliche Vegetationsausfälle auf sonnenexponierten Dachflächen im Firstbereich und rückstrahlungsintensiven Teilflächen. - Ständige und großflächige Vegetationsausfälle.
- Kleinflächige Vegetationsausfälle einzelner Arten erst nach einigen Jahren.
- Langsame Reduktion einzelner Arten mit an sich guter Standorteignung.
- Schockartige Vertrocknungen von höher aufwachsendem, krautigem Spontanaufwuchs oder von dichten Grasbeständen.
Ursachen: - Falsche Pflanzenauswahl
- Hitze und Trockenstress
- Strahlungsreflektion und Wärmestau.
- Aufheizung mit Wärmestau in Raster-Schubsicherungselementen bei nicht vollständiger Substratabdeckung.
- Überwinterungsschäden insbesondere im ständigen Frost- und Taubereich sonnenexponierter Standorte.
- Vegetationsumbildungen auf Grund von partieller Staunässe in Drän- und Speicherelementen oder Dränstau an der Traufe oder in Dachkehlen.
- Langsam zunehmender Vegetationsverlust durch toxischen Schwermetalleintrag von Zinkund Kupferverblechungen.
- Mängel in der Unterhaltungspflege ohne steuernde Maßnahmen.
- Nachlassende Vitalität und Stressfähigkeit einzelner Pflanzenarten durch Standortkonkurrenz anderer Arten, ausgelöst u. a. durch Nährstoffmangel und pHWert Absenkung . (Typische z.B. bei Sedumarten die durch Moose verdrängt werden).
- Unzureichende Fertigstellungs- und Entwicklungspflege.
Schäden an Begrünungen mit Vegetationsmatten - Fugenbildungen an Bahnenstößen, hauptsächlich in Längsrichtung.
- Risse und Mattenabrisse in Querrichtung. . Schrumpfungen bei Trockenheit im Mattenkörper.
- Plattige Ablösungen der Substratoberfläche mit Begrünung.
- Punktuelle Vegetationsausfälle oder linienartige Totalausfälle der Vegetation.
Ursachen: - Irreversible Schrumpfung der technischen Komponenten des Mattenkörpers. (Schrumpfungen können durch schnelle, vollflächige und tiefe Einwurzelungen des Vegetationsbesatzes in die Substratschicht meistens aufgefangen werden).
- Unzureichende Zugfestigkeit des Mattenkörpers.
- Ungeeignete Substratfüllung, insbesondere aus Humuskomponenten.
- Zu dicke Substratauflagen mit zu geringer Strukturhaftung und Armierung auf der Oberfläche der Vegetationsmatten.
- hochstehende, linienförmige Konstruktionen zur Schubsicherungen auf denen die Vegetationsmatten direkt oder mit nur wenig Substratunterfütterung aufliegen.
- Hohlstellen im Substrat unter den Matten.
- Überlappungen an den Stössen.
- Trittschäden an der Moos- und Sedumvegetation.
Mängel am vegetativen Erscheinungsbild
- Generelle, starke Unterschiede in den Vegetationsbildern zwischen besonnten und nicht besonnten Dachteilflächen oder zwischen unteren und oberen Dachteilflächen.
- Blühende und nicht blühende Dachteilflächen.
- Grüne und braune Dachteilflächen in den Sommermonaten.
- Hoher Spontanaufwuchs von ein- und mehrjährigen Kräutern und Gräsern.
- Ausbildung von niedrigen Moos-Sedum- Begrünungen, die wenig vital erscheinen.
Ursachen: Generell gilt: Das Vegetationsbild ist Ausdruck der Standortbedingungen. Pflegemaßnamen sind Teil der Standortbedingungen. - Sehr unterschiedliche Standortbedingungen auf den Dachteilflächen, bedingt durch Exposition und Wasserhaushalt.
- Partielle Vernässungserscheinungen an Tiefpunkten mit wechselfeuchten Standortbedingungen.
- Unterschiedliche Nährstoffumsetzung (Mineralisierung) in der Vegetationstragschicht zwischen langen feuchten und schnell austrocknenden Teilflächen.
- Auswaschung von Nährstoffen in die unteren Dachteilflächen.
- Starke Absenkung des pH-Wertes mit Reduktion der Artenvielfalt.
- Transportschäden von Vegetationsmatten mit partiellen Vegetationsund Substratverlusten bei schlechter Durchwurzelung.
- Transportschäden von Vegetationsmatten durch zu lange Lagerung; insbesondere bei sehr warmer Witterung.
Mangelnde Trittfestigkeit der Begrünungsoberfläche und der Vegetationstragschicht - Abscheren der Begrünung insbesondere auch von Vegetationsmatten.
- Bildung von Laufspuren durch regelmäßige Begehung, dadurch Stufenbildungen.
Ursachen: - Vegetationsbedeckung nur aus wenig trittfesten Arten, wie insbesondere Moose und flachwurzelnde Sedumarten.
- Zu geringe Vegetationsbedeckung mit schwacher Verwurzelung.
- Substrate geringer Lagerstabilität (rollige Struktur).
- Zu dicke Substratauflagen auf den Vegetationsmatten.
Schäden an der Dachabdichtung und Dachkonstruktion - Überdehnung der Abdichtung
- Risse in der Abdichtung.
- Öffnungen an den Naht- Erosionen in einer unzureichenden Dachkehle verbindungen (in der Regel verdeckte Ausführungsmängel).
- Versprödung der Abdichtung an ungeschützten Teilflächen (First, Ortgang).
- Lockerungen und Abrisse von Schubsicherungen.
- Deformationen und Abrisse an der lastabtragenden Konstruktion der Dachtraufe.
- Verformungen und Abrisse von Blechverkleidungen an Ortgängen, Traufen und Dachgauben.
Ursachen: - Mechanische Überlastung von Bauteilen während der Pflege und Wartung durch Missbrauch als ständige Steig- und Haltehilfen.
- Das Fehlen von Sicherungseinrichtungen zum Personalschutz
- Das Fehlen von Anleitungshilfen.
- Das Fehlen von zusätzlichen Schutzmaßnahmen (Armierungen) der Begrünungsoberfläche auf häufig begangenen Wartungswegen.
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