| Einschichtige Extensivbegrünungen auf Flachdächern ohne Gefälle |
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Seite 1 von 4 1. Die ProblemeDie Etablierung einschichtiger Extensivbegrünungen auf Flachdächern läuft häufiger nicht so problemlos ab, wie es die an sich ausgereifte Vegetationstechnik vorgibt. Als Sachverständiger hatte sich der Verfasser häufig mit Vegetationsbildern neu hergestellter oder auch etwas älterer Einschichtbegrünungen zu befassen die nicht der erwarteten Optik niedriger Sedum-Begrünungen mit Kräutern entsprachen, indem:
Diese optisch sehr auffälligen Zustände von Einschichtbegrünungen führten zur Verweigerung von Abnahmen, Bemängelungen nach der Abnahme, Ansprüchen zur Kostenerstattung von Schnittmaßnahmen und nicht selten auch zu Gerichtsverfahren.
Flachdächer ohne oder mit zu geringer Gefälleausbildung werden immer noch sehr häufig erstellt, obwohl die Regelwerke für das Flachdach immer schon eine Gefälleausbildung von mindestens 2% vorgeschrieben haben. Dies geben die „Flachdachrichtlinien“ (Ziff. 2.1). und die jetzt neu bearbeitete DIN 18531, „Dachabdichtung – Abdichtung für nicht genutzte Dächer“ (Ziff. 6.4) mit 2% Mindestgefälle – auch für Kehlausbildungen – vor. Eine nicht vorhandene oder unzureichende Gefälleausbildung führt zu völlig veränderten Standortvoraussetzungen der Vegetation von Einschichtbegrünungen. Es stellt sich nämlich ein nicht beabsichtigter Wasseranstau ein, wie er üblicherweise für Intensivbegrünungen gezielt geplant wird. Dieser Wasseranstau führt in der vegetationstechnischen Wirkung zu Staunässe sehr unterschiedlicher Dauer im Schichtenaufbau der Einschichtbegrünungen, die im Regelfall zwischen 6–10 cm dick sind (Abb. 1). Die Staunässe ist definitiv die Ursache verschiedenster Veränderungen der geplanten Vegetationszusammensetzung. In Abhängigkeit von der Dachflächengröße, Entwässerungsgeometrie, Lage der Dachabläufe und sonstigen Randbedingungen können sich folgende, völlig veränderte Standortvoraussetzungen einstellen:
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